GWW-Präsident Patrick Politze im Gespräch
Im GWW sind mit dem Händlerverband bwg, dem Lieferantenverband BWL, dem Markenverband AKW sowie dem Dienstleister PSI vier unterschiedliche Mitglieder mit jeweils unterschiedlich gelagerten Interessen zusammengeschlossen. Wie bewerten Sie vor diesem Hintergrund die Funktionsfähigkeit des GWW?
Diese Konstellation ist in der Tat in Europa einmalig. Die meisten Länder verfügen über einen Verband, dem alle Marktteilnehmer angehören können. Marktbedeutung, vermeintliche unterschiedliche Interessensschwerpunkte und Historie haben zu einer anderen Entwicklung hierzulande geführt. Das macht ein einheitliches Branchenauftreten nicht einfacher, aber trotzdem notwendig. Alle Einzelverbände eint das Interesse, die Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftszweiges positiv zu gestalten. Ein einheitliches Selbstverständnis, Image und Auftreten ist Voraussetzung für die verbandspolitische Schlagkraft zur Durchsetzung unserer Interessen. Diese Einsicht setzt sich zunehmend durch, und wir haben heute mit dem GWW nicht nur eine funktionsfähige Organisation geschaffen, sondern durch die gebündelten Stärken der Einzelverbände und der starken Mitglieder-Institution PSI eine Marktrepräsentanz, die es uns erlaubt, in wichtigen Fragen mit einer Stimme für die Branche zu sprechen und zu handeln.
Kritiker bemängeln, der GWW sei in der Vergangenheit zu ruhig gewesen. Wie kann man die Werbeartikler-Öffentlichkeit stärker für die branchenrelevanten Themen sensibilisieren und zu mehr Engagement motivieren?
Wir wollen uns nicht daran messen, ob wir zu leise oder zu laut agieren. Das Beste ist: Wir weisen Ergebnisse aus. Und hier haben wir tatsächlich Gutes erarbeitet und vielleicht zu wenig darüber gesprochen. Das wollen wir jetzt ändern. Wir werden auf unserer Website, die wir z.Zt. neu gestalten, regelmäßig unsere Aktivitäten und Resultate dokumentieren. Auf den Veranstaltungen unserer Mitglieder werden wir präsenter werden und auch die Öffentlichkeitsarbeit wird künftig eine wichtigere Rolle spielen. Wir sind besonders an Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit interessiert und brauchen für die Realisierung unserer Vorhaben sowohl tätiges als auch finanzielles Engagement. Wer sich jetzt für uns einsetzt, investiert in die Zukunft der Branche und den Erfolg seines eigenen Geschäftes.
Mit Patrick Politze sprach Mischa Delbrouck
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