Michael Freter und John Swaab über ihre Pläne für die ProPSI
Ist Letzteres der Grund, weswegen Sie sich mit dem PSI zusammengetan haben?
Das PSI hat bei uns nach einem Stand für die Pro9 angefragt, auf diese Weise ist der Kontakt entstanden. Wir haben in der Möglichkeit einer Zusammenarbeit schon eine Chance gesehen, die Pro vor allem internationaler zu machen: Wir hatten bisher zwar eine sehr ansprechende und attraktive Show, aber teilgenommen haben vor allem Firmen aus Benelux. Das reicht auf Dauer nicht, um genügend Frequenz zu schaffen und die Aussteller zufrieden zu stellen. Zusammen mit dem PSI erreichen wir mehr und internationalere Lieferanten als Aussteller, was die Messe wiederum für Besucher aus ganz Europa attraktiver macht. Ich denke, wenn die Messe selbst mit der Beteiligung des PSI nicht funktionieren sollte, dann gibt es überhaupt keine Chance für eine zweite europäische Messe neben Düsseldorf.
Ist das PSI für Sie als Partner auch deswegen interessant, um einen besseren Zugang zum deutschen Markt zu bekommen?
Ja, auf jeden Fall. Die Ausstellerzahlen aus anderen europäischen Ländern sind stabil geblieben im vergangenen Jahr – aber aus Deutschland hatten wir einen Einbruch von 70 oder 80%. Deutsche Lieferanten fühlen sich offenbar wohler, wenn ein deutscher Partner mit im Boot ist – 2008 war das der WA Verlag, ab 2010 ist es nun das PSI.
Haben Sie das Gefühl, dass die Branche die Pro nicht genug unterstützt hat auf ihrem Weg zu einer alternativen europäischen Plattform?
Mehr aktive Unterstützung wäre schon wünschenswert gewesen. In Gesprächen haben wir immer wieder das Feedback bekommen, wie wichtig es sei, der Monopolstellung des PSI etwas entgegenzusetzen. Aber wenn die Unternehmen dann keine Stände buchen oder die Messe nicht besuchen, dann ist es schon schwierig, diese Alternative zu etablieren. Wir hätten auch ohne den Einstieg des PSI weitergemacht – es würde dann allerdings viel länger dauern, die Pro zu einer echten europäischen Plattform und zum Treffpunkt vor dem wichtigen Jahresendgeschäft zu machen. Von der Zusammenarbeit mit dem PSI und all seiner Erfahrung aus 50 Jahren Messegeschäft erwarten wir uns eine Beschleunigung dieses Prozesses.
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